Erste-Hilfe-Olympiade in Aachen: Silber + Bronze für Retter der Burgschule Drucken

Die drei jüngsten Mannschaften des Schulsanitätsdienstes der Burgschule in Bad Godesberg
belegten auf Anhieb den zweiten, dritten und vierten Platz in ihrer Altersgruppe
beim landesweiten Tag der Johanniter in Aachen.

Fünf Mannschaften mit 40 Schulsanitätern vom Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen nahmen am
28. Mai 2016 am "Tag der Johanniter" teil, der NRW-weiten Erste-Hilfe-Olympiade in Aachen. Unter ihnen die
drei jüngsten Mannschaften (6- bis 12-jährige der C-Mannschaft) des Schulsanitätsdienstes der Burgschule
in Bad Godesberg. Sie belegten auf Anhieb den zweiten, dritten und vierten Platz in ihrer Altersgruppe beim
landesweiten Tag der Johanniter.
 
Koordinatorin des Schulsanitätsdienstes, Stefanie Krupke, die die C-Mannschaften der Burgschule im
Rahmen einer wöchentlich stattfindenden AG trainierte, zeigte sich überrascht über das gute Abschneiden
Schüler der Burgschule. "Mit einer so guten Platzierung unserer drei jüngsten Mannschaften, die zum ersten
Mal dabei waren, hatte ich nicht gerechnet." Auch Simone Baumann, Leiterin der Grundausbildung an der
Burgschule, hat die Schulsanitäter auf den Wettbewerb vorbereitet und die Retter der Burgschule beim
Wettbewerb in Aachen beobachtet: "Beide Klassen haben mich durch ihre Liebenswürdigkeit, ihre
Wissbegierde und ihr großes Interesse an der Ersten Hilfe beeindruckt." Dass Klassen sich so geschlossen
für dieses Thema begeistern, sei eher die Seltenheit. "Die Kinder saugen alles zu diesem Thema wie ein
Schwamm auf", so Simone Baumann. Das habe auch die Vorbereitung auf diesen Wettbewerb
leichtgemacht. Und was meinen die Kinder? Houda, 10 Jahre, sagt: "Das Tolle am Schulsanitätsdienst ist,
dass wir anderen Kindern, z.B. auf dem Schulhof während der Pause, helfen können, die in Not sind". Und
Katharina, 11 Jahre, ergänzt:"Auch im Urlaub können wir jetzt helfen, wenn jemand verletzt ist." Shugaanth, 10
Jahre, gefällt das Gemeinschaftsgefühl gut, das durch die Teamarbeit entsteht. "... und dass wir so
selbstständig sein dürfen", fügt Kolya, 10 Jahre, hinzu.

 Die Kinder der Burgschule haben mit einer Reihe an Fähigkeiten überzeugen können. Die Johanniter
arbeiten in ihrer Erste-Hilfe-Ausbildung viel mit Fallbeispielen zu bestimmten Krankheiten oder Unfällen.
"Dadurch gewinnen sie Sicherheit und die jungen Schulsanitäter können gezielt helfen, ohne den Überblick
zu verlieren", erklärt Simone Baumann. Doch auch wenn alle Erste-Hilfe-Abläufe immer geübt werden, seien
die Grundschüler zu Beginn des Wettbewerbs in Aachen doch geschockt gewesen über die sogenannte
realistische Unfalldarstellung. Denn hierbei werden die zu versorgenden Verletzten wirklichkeitsgetreu
geschminkt. "Nach der ersten 'Schockstarre' versorgte die C-Mannschaft die Verletzten fachmännisch und
routiniert", erzählt Frau Baumann. Besonders im Trageparcours, bei dem die Kinder eine Bahre mit Verletzten
durch einen Hindernisparcours tragen mussten, überzeugen die Kinder durch ruhiges Handeln als Team,
das genau auf die Anordnungen des Teamführers gehört hat.

 Alle teilnehmenden Kinder werden 2018 in Bochum beim nächsten Landeswettkampf teilnehmen. Auch
wenn sich die Wege der Kinder nach den Sommerferien trennen werden, sollen Wege dazu gefunden
werden.

 Hintergrund zum Tag der Johanniter

Insgesamt waren an dem Wochenende rund 1.500 Johanniter aus ganz NRW nach Aachen gekommen. An
den Stationen mussten unter anderem täuschend echt geschminkte Darsteller mit Verletzungen behandelt
werden. Sogar eine Herz-Lungen-Wiederbelebung wurde simuliert. Die Siegerehrung wurde im Eurogress
vorgenommen. An 13 Wettkampfstationen schauten viele Menschen den Rettern zu.
 
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